Kocher
Outdoor-Kocher:
Feststoffkocher:
In Feststoffkochern verbrennt man Festbrennstoffe - Holz, Kohle, Esbit,
Biomasse. Esbit ist ja bekannt - das sind die weißen Tabletten, die in die
Dampfmaschine kamen. Leider sind sie aufgrund der schwache Leistung nicht sehr
geeignet.
Ein Hobo-Kocher ist auch nicht optimal - Man benötigt trockenes
Brennmaterial, Holz, Anzündmaterial und es dauert dann bis es richtig brennt,
beziehungsweise muß man das Feuer dann wieder ausmachen. Durch die Kaminwirkung
dieses Aufbaues kommt es zu einer sehr heißen Verbrennung des Brennmaterials.
Dadurch wird die Rußbildung reduziert und es bleibt nur weiße Asche übrig.
Hobos sind meist falt- oder zerlegbar und aus rostfreiem Stahlblech. Alu ist
schlechter geeignet, da es nicht viel Hitze aushält.
Es gibt schon Titan-Hobos: Vargo Titanium Hexagon Wood Stove
Ultraleicht - 120 g - sehr effektiv: 0,7 l Wasser kochen in ca. 5 Minuten
damit kommt er zwar an Gaskocher nicht heran, frißt aberr auch kein Brot vom
Gewicht her - allerdings knapp 70 € sind schon ein sehr stolzer Preis.
Film über den
Vargo Titanium
Es geht auch mit dem Besteckständer "ORDNING" von IKEA für 2,49 € den kann
man zwar nicht falten, aber man kann ja etwas hineinpacken. Oder auch einen
Spirituskocher einsetzen.
Bauanleitung
Spirituskocher:
Spiritus ist hochreiner, ungenießbaren Alkohol. Die Heizleistung ist geringer
als z. B. bei Gas, allerdings ist die Rußentwicklung deutlich geringer als bei
Benzin oder Feststoffen. Spiritus ist in vielen Ländern zu bekommen. Man
kann einen für ca.10€ kaufen - z.B. Trangia Spiritusbrenner. Darüber braucht man
allerdings einen Windschutz - bzw. Halterungen für einen Topf.
Man benötigt nur 0.025 Liter Spiritus, um 1 Liter Wasser zu erhitzen. Es
dauert allerdings auch 10 Minuten.
Ein Selbstbau-Spirituskocher ist der Dosenkocher.
Bauanleitung
Benzinkocher:
Benzin gibt es überall - auch der Verbrauch ist gering. Ein
bekannten, guten Kocher - MSR Whisperlite - Benzin-Kocher erhält man für ca.
80€. Beim Verbrauch spart man das schnell wieder ein. Es gibt Outdoorer, die das
ganze Ritual mit dem Vorheizen einfach lieben. Erst die hell leuchtenden
Flammen, die am Generator züngeln, dann das leise Zischen und Spucken, wenn das
heiße Benzin verdampft und schließlich das durchdringende Fauchen, wenn man den
Hahn aufdreht. Kochzeit 1 Liter Wasser 3,5 Minuten.
Nachteile sind einmal die hohe Brandgefahr bei Undichtigkeiten und dann der
Geruch. Größter Vorteil - ein Benzinkocher funktioniert bei jeder Temperatur -
auch bei -30° kein Problem.
Mehrstoff-Kocher:
In die Multifuel-Kocher kann man eigentlich fast alles hineinkippen, was brennt:
Petroleum, Lampenöl, Diesel, Kerosin, Pflanzenöl, Benzin. Der Reinheitsgrad und
die Dichte spielen hier nur eine untergeordnete Rolle, da der Brennstoff meist
vor dem Einspritzen gefiltert wird und die Vergasung/Düse auf den jeweiligen
Brennstoff justiert werden kann. Tolle Sache -allerdings wirklich nur für die
lohnend, die wirklich Sommer und kältester Winter draußen unterwegs sind. Der
Primus Omni Fuel kostet immerhin stolze 175 €.
Gaskocher:
Am meisten verbreitet sind Gaskocher. Sie sind einfach zu bedienen,
pflegeleicht und effizient. Gaskartuschen sind leicht, schnell verschließbar und
laufen nicht aus.
1 Liter Wasser wird zuverlässig innerhalb von 5-8 Minuten zum Kochen
gebracht.Viele Vorteile, aber leider auch einige Nachteile.
Die gebräuchlichen Gaskartuschen dürfen aufgrund des in den Gepäckräumen
herrschenden Unterdrucks nicht mit ins Flugzeug genommen werden. Gaskocher
können mit Stechkartuschen, Schraubkartuschen und Gasflaschen betrieben werden.
Sie sind allerdings nicht kompatibel und vor Ort sind die richtigen Kartuschen
mitunter schwer zu beschaffen. Bei extrem kalten Temperaturen oder oberhalb von
2500 Metern sind die meisten auch ungeeignet. Die meisten Kartuschensysteme sind
dazu noch Einwegsysteme - so entsteht auch noch Müll. Der MSR - Reactor
Stove ist ein sehr guter Kocher - allerdingsmit 150€ sehr hochpreisig. Der
Monatauk Gnat ist wohl der leichteste Kocher auf dem Markt. Gerade einmal 48
Gramm wiegt er. Trotzdem bietet er eine Leistung von 3300 Watt und braucht
so nur ca. 3,5 Minuten, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen.- perfekt
für Touren mit leichtem Gepäck. Erreicht wird dies durch Titan und durch das
Weglassen eines Zünders. Bei voller Leistung verbraucht er ca. 220 g pro Stunde.
Mit 59,95 € ist der Monatauk Gnat auch noch ok. Wer einen einfachen, guten,
günstigen Kocher sucht, der sollte sich mal den Primus Mimer anschauen. Ein
einfacher und robuster Gaskocher für Schraubkartuschen. Mit Kreuz-Topfauflage,
die gleichzeitig als Windschutz dient, 2800 Watt Leistung. Maße: 95 x 125 mm Ø.
Gewicht: 235 g. Preis 19,95€ - was will man mehr. Auch der Primus Duo wird sehr
gelobt - er schlägt mit 30 € zu Buche - Zudem gibt es von Primus ein
Standfuss der für sämtliche Kartuschen passend ist - also auf jeden Fall in
Betracht ziehen - Preis 5€.
Kaum ein anderer Kocher hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit auf
sich gezogen wie der Jetboil Systemstove. Er ist schnell, er ist effizient, er
ist kompakt, er ist komplett und er ist nicht gerade billig. Allerdings ist hier
auch der Topf im System integriert, ebenso ein Standfuß. Das sollte man beim
Preisvergleich mitbdenken.
Da die Unterschiede mir sich zunächst nicht so einfach erschlossen haben, habe
ich mal eine Übersicht angelegt.
Jetboil-System
Also den besten Kocher gibt es nicht!
Man muß also einige Überlegungen anstellen:
1) Soll der Kocher eher leicht sein oder eher gut ausgestattet (z.B. mit Piezo
Zündung, Vorglühkralle, etc)?
2) Soll er auf Leistung oder auf Sparsamkeit optimiert sein?
3) Reicht der Kocher oder hätte man lieber ein Komplettsystem (mit passenden
Töpfen)
4) Soll mit dem Kocher nur für eine Person gekocht werden oder eher für mehrere?
5) Soll der Kocher bei Minustemperaturen betrieben werden?
6) In welcher Gegend soll der Kocher betrieben werden?
Es sind mindestens vier verschiedene Anschlüsse/Systeme üblich:
Steckkartusche: Einfachste und weit
verbreitete Form. (ca. 220g) Nach Anschluss an Kocher/Lampe nicht wieder zu
entfernen. Nicht 100 % dicht. Adapter von Stechkartusche auf Schraubanschlüsse
verfügbar.
Schraubkartusche: (Markill, Primus,
Baumarkt, ...) (ca. 125g / 220g / 425g): Selbstverschließende Ventilkartusche,
teilweise minimale Fertigungsunterschiede bei den Herstellern, Kompatibilität
nicht garantiert.
Schraubkartusche: (Coleman, MSR) (ca. 125g /
220g / 425g): Selbstverschließende Ventilkartusche (Kompatibilität mit Markill,
Primus, etc. nicht garantiert, aber i.A. möglich).
Bajonettkartusche: (Campingaz) (ca. 125g /
220g / 425g): eher selten verfügbar in Ländern außerhalb Mitteleuropas. Adapter
auf Schraubanschlüsse verfügbar.
Ungefähr richten kann man sich nach dieser Faustregel: in französischsprachigen
Länder bekommt man Campinggaz, in englischsprachigen Coleman, im skandinavischen
Raum Primus und in den reichen Ländern zusätzlich Snow Peak.
Meine Entscheidung:
In einer Survival-Situation hat man eh nicht das dabei, was man benötigt,
also habe ich meine Entscheidung von meinen normalen Wander - und Trekkingtouren
abhängig gemacht. Ich habe mich einfach für den Jetboil entschieden - weil mich
das System so begeistert. Damit kann man auch in Deutschland in den Hütten
problemlos Kaffee machen. Ansonsten habe ich eh nur vor in Italien evtl. noch in
Spanien zu wandern - dort gibt es auch Kartuschen zu kaufen - wobei ich gelesen
habe eine große Kartusche reicht für zwei Personen 3 Wochen lang - dann wird sie
für mich alleine wohl ausreichen. Die Höhe des Topfes stört mich weniger, da ich
sowieso nur Fertiggerichte bereiten werde. Wasser kochen - Fertiggericht rein -
ziehen lassen -fertig. Die vom Discounter sind voll in Ordnung - sogar für nur
65 Cent - klar haben sie nicht soviele Kalorien, wie die vom Fachanbieter. Was
nützen mich aber noch soviele Kalorien, wenn ich Hunger habe. Von daher es muß
nicht viele Kalorien haben, sättigen muß es - darüber werde ich aber noch ein
Extra Kapitel verfassen.

Bessere Fotos und Review über den Jetboil Flash folgen.
