Digitalkameras stehen ihren analogen Vorgängern heute in (fast) nichts mehr nach. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn mit immer höheren Pixelzahlen stetig steigende Qualität seitens der Anbieter versprochen wird?
Die optische Verarbeitung in der Digitalkamera ist zunächst ähnlich den analogen Modellen. Hier wie dort wird einfallendes Licht per Objektiv gesammelt, allerdings wird es in der Digitalkamera nicht auf einen Film, sondern auf einen Sensor fokussiert. Gängig ist hier ein zweidimensionaler Sensor, der aus einer Matrix mit lichtempfindlichen Zellen besteht, den sogenannten Pixeln. Je kleiner deren Fläche, desto höher ist die Auflösung.
Der Sensor besteht aus reinem Silizium, was ihn auch so teuer macht – denn je kleiner er ist, desto weniger Verlust ergibt sich bei Produktionsfehlern.
Wie der Sensor genau funktioniert, ist hier beschrieben:
http://www.cambridgeincolour.com/tutorials/digital-camera-sensor-size.htm
Bereits recht günstige Modelle werden mit Auflösungen beworben, die bereits grafische Profi-Qualität bieten. Vorsicht ist geboten, wenn mit immer mehr Megapixeln und hoher Auflösung für neue Digitalkamera-Modelle geworben wird. Die Summe der Farbpixel allein sagt nicht allzu viel aus und eine übertrieben hohe Pixeldichte auf einem zu kleinen Sensor kann sogar kontraproduktiv sein und unerwünschte Effekte wie Bildrauschen und ähnliches erzeugen. Zudem geht mit höherer Auflösung auch ein höherer Verbrauch von Speicherplatz einher.
Man sollte sich immer genau überlegen, was man mit der Kamera machen möchte.
Bilder, die man ins Internet stellen will, stellen keine so hohen Anforderungen an die Auflösung, wie solche, die man in Druckerzeugnissen veröffentlichen will. Wer seine Fotos auf die eigene Webseite hochladen will, dürfte die Bilddateien ohnehin nicht zu groß wählen, soll der Betrachter beim Herunterladen nicht einschlafen und auch der Traffic beim Provider auf ein vernünftiges Maß beschränkt bleiben. Daher kann, wer die Bilder vor allem für das Internet nutzen will, durchaus in den unteren Preisklassen das für ihn taugliche Digitalkamera-Modell finden, das einem alle Wünsche erfüllt.
Wer allerdings in die Profi oder Semiprofi Richtung gehen will, der sollte sich (wenn auch teuer) eine Kamera mit Vollformat-Sensor zulegen.
Bei Digitalkameras mit einem Vollformatsensor können Objektive für analoge Kameras des gleichen Systems ohne Berücksichtigung eines Formatfaktors verwendet werden, der Bildwinkel bleibt gleich. Dadurch entfällt auch die bei kleineren Sensoren bei Verwendung bildwinkelgleicher Objektive im Vergleich zum Kleinbildformat vergrößerte Schärfentiefe (auch wenn die Schärfentiefe aufgrund der unterschiedlichen Auflösung von Film und Sensor nicht exakt identisch sind).
Vollformat für Semiprofis und Profis
Mit der neuen EOS 5D Mark II schließt Canon die Lücke zwischen semiprofessionellen Spiegelreflexkameras und High-End Profimodellen. Die neue SLR kombiniert die hohe Bildqualität eines 12,8 Megapixel Vollformat-Sensors mit ergonomischer Bauweise, anwenderfreundlichen Funktionen und glänzender Performance: Drei Bilder pro Sekunde, 60 JPEG-Aufnahmen in Folge und eine Startzeit von nur 0,2 Sekunden sprechen für sich.
Die wichtigsten Features
Der CMOS-Sensor der zweiten Generation aus dem Hause Canon bietet 12,8 Megapixel (maximale Auflösung von 4.368 x 2.912 Pixel) und entspricht der Größe eines Kleinbildfilms: 24 x 36mm. Damit entfällt der nicht immer praktische Verlängerungsfaktor der Brennweite, wie er bei Kameras mit kleinerem Sensor berücksichtigt werden muss. Gerade das macht die Kamera für ambitionierte Hobbyfotografen, für semiprofessionelle Anwender wie auch für Berufsfotografen gleichermaßen interessant.
Für das Gehäuse muß man allerdings schon ca. 2000 Euro investieren.
Ciao Michael